Wissenschaftliche Bedeutung der Kelvin-Skala
Die Kelvin-Skala wurde von Lord Kelvin (William Thomson) im Jahr 1848 vorgeschlagen. Sie orientiert sich am absoluten thermischen Nullpunkt und bildet die Grundlage aller thermodynamischen Berechnungen in der Physik.
Vergleichstabelle wichtiger Fixpunkte
| Phänomen | Kelvin (K) | Celsius (°C) | Fahrenheit (°F) |
|---|---|---|---|
| Absoluter Nullpunkt | 0 K | −273,15 °C | −459,67 °F |
| Gefrierpunkt von Wasser | 273,15 K | 0 °C | 32 °F |
| Standard-Raumtemperatur | 293,15 K | 20 °C | 68 °F |
| Siedepunkt von Wasser | 373,15 K | 100 °C | 212 °F |
Schrittweite und Skalenintervall
Ein Temperaturunterschied von 1 Kelvin entspricht exakt einem Unterschied von 1 Grad Celsius (1 K = 1 °C). Dadurch lassen sich Temperaturdifferenzen in der Technik direkt 1:1 übertragen, ohne Umrechnungsfaktoren anwenden zu müssen.
Anwendung in Astronomie und Thermodynamik
Kelvin wird weltweit zur Angabe von Farbtemperaturen von Lichtquellen (z. B. warmweiß bei 2700 K, tageslichtweiß bei 6500 K) sowie in der Astrophysik zur Beschreibung von Sternoberflächen verwendet.