Kritische Frostschwellen für Leitungen
Wasser gefriert physikalisch bei 0 °C. Ob und wann eine Hausleitung einfriert, hängt jedoch von der thermischen Trägheit der Gebäudemauern und der Fließgeschwindigkeit ab:
- Außenleitungen im Freien: Frieren ohne Begleitheizung bereits bei −1 °C bis −3 °C nach wenigen Stunden ein.
- Leitungen in ungedämmten Außenwänden: Werden ab −4 °C bis −6 °C nach 6 bis 8 Stunden kritisch.
- Leitungen im Keller oder Innenwänden: Frieren erst bei lang anhaltendem Dauerfrost unter −10 °C ein, wenn das Gebäude nicht ausreichend beheizt wird.
Wirksame Vorbeugung vor Winterbeginn
| Bereich | Gefahr | Vorbeugende Maßnahme |
|---|---|---|
| Gartenwasserhahn | Sehr hoch | Im Innenbereich absperren und Leitung entleeren |
| Garage / Schuppen | Hoch | Rohrisolierschläuche (PE/Kautschuk) oder Heizkabel anbringen |
| Kellerfenster | Mittel | Fenster schließen und Zugluft an Rohren verhindern |
| Leerstehende Räume | Mittel | Heizkörper mindestens auf Frostschutzsymbol (Sternchen) stellen |
Richtiges Auftauen eingefrorener Rohre
Sollte kein Wasser mehr aus dem Hahn fließen, handeln Sie besonnen. Drehen Sie den betroffenen Wasserhahn auf, damit der Druck entweichen kann. Erwärmen Sie die Leitung langsam mit warmer Luft (Haartrockner) von der Zapfstelle rückwärts.
Überprüfen Sie das Rohr nach dem Auftauen auf feine Haarrisse, um Wasserschäden zu vermeiden.
Versicherungsschutz bei Frostschäden
Die Gebäude- und Hausratversicherung deckt Frostschäden an Leitungen in der Regel ab, verlangt jedoch die Einhaltung von Sorgfaltspflichten (z. B. Beheizung von Räumen bei Abwesenheit und Entleerung von Gartenleitungen).